WhatsApp krempelt einen seiner ältesten Grundsätze um: Bisher warst du dort immer über deine Telefonnummer zu finden. Künftig kannst du stattdessen einen Benutzernamen wählen, ähnlich wie du es von Instagram oder TikTok kennst. Der große Vorteil liegt auf der Hand, denn deine Handynummer bleibt privat. Und wie bei jeder Plattform mit eindeutigen Namen gilt: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. In diesem Beitrag zeige ich dir, was hinter der Neuerung steckt, wie du dir deinen Wunschnamen sicherst und welche Regeln du dabei beachten musst.
Im Video: Ragi zeigt dir kompakt, wie du dir deinen WhatsApp-Benutzernamen reservierst, bevor er weg ist.
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Was ein WhatsApp-Benutzername überhaupt ist
Ein Benutzername ist ein eindeutiger Name, den es auf WhatsApp nur einmal gibt und der an die Stelle deiner Telefonnummer tritt. Schreibt dir jemand, sieht dein Gegenüber künftig diesen Namen statt deiner Nummer, und zwar sowohl im Einzelchat als auch in Gruppen. Damit schließt WhatsApp eine Lücke, die viele Nutzer lange gestört hat: Bisher konnte praktisch jeder in einer größeren Gruppe deine Handynummer mitlesen, obwohl du sie dieser Person nie gegeben hattest.
Wichtig zu wissen ist, dass die Funktion freiwillig bleibt. Du musst dir keinen Benutzernamen zulegen und bist weiterhin über deine Nummer erreichbar, wenn dir das lieber ist. Wer allerdings Wert auf Privatsphäre legt, bekommt hier ein echtes Werkzeug an die Hand. Welche weiteren Stellschrauben es dafür gibt, zeige ich dir in meinem Beitrag zu den drei wichtigsten WhatsApp-Datenschutzeinstellungen.
Warum du dir deinen Wunschnamen jetzt sichern solltest
Der entscheidende Punkt ist die Eindeutigkeit. Jeden Namen gibt es nur ein einziges Mal, und vergeben wird nach dem Prinzip, dass der Schnellere den Zuschlag bekommt. Wenn du also einen Namen möchtest, der zu dir, deinem Kanal oder deinem Unternehmen passt, solltest du nicht warten, bis alle anderen ihn ebenfalls entdecken. Kurze, naheliegende Namen sind erfahrungsgemäß als Erstes vergeben.
WhatsApp hat deshalb eine eigene Reservierungsphase eingerichtet, die nach aktuellem Stand seit Ende Juni 2026 läuft. In dieser Phase kannst du dir deinen Namen sichern, noch bevor die Funktion überall vollständig nutzbar ist. Anschließend wird sie schrittweise in mehreren Wellen freigeschaltet, bevor sie im weiteren Jahresverlauf weltweit ausgerollt wird. Einen guten Überblick über den offiziellen Zeitplan findest du in der Berichterstattung von heise online.
So richtest du deinen Benutzernamen ein
Die Einrichtung selbst ist schnell erledigt. Stelle zunächst sicher, dass deine WhatsApp-Version aktuell ist, denn ohne das jüngste Update erscheint die Option nicht. Anschließend öffnest du die Einstellungen und tippst oben auf dein Profil. Dort findest du neben deinem Namen und deiner Info den neuen Eintrag für den Benutzernamen. Tippst du ihn an, kannst du deinen Wunschnamen eingeben, und WhatsApp prüft direkt, ob er noch frei ist.
Ist der Name bereits vergeben, schlägt dir die App in der Regel Alternativen vor. Es lohnt sich, vorher zwei oder drei Varianten im Kopf zu haben, damit du nicht lange herumprobieren musst. Sobald du bestätigst, gehört der Name dir. Ändern kannst du ihn später zwar noch, allerdings ist der alte Name danach wieder für andere frei, weshalb du dir bei der ersten Wahl ruhig etwas Zeit nehmen solltest.
Diese Regeln gelten für den Benutzernamen
WhatsApp gibt ein paar Rahmenbedingungen vor, die du kennen solltest, bevor du dir etwas überlegst. Der Name muss zwischen 3 und 35 Zeichen lang sein und darf ausschließlich Kleinbuchstaben, Zahlen, Punkte und Unterstriche enthalten. Mindestens ein Buchstabe muss enthalten sein, eine reine Zahlenfolge ist also nicht erlaubt. Außerdem darf der Name weder mit „www“ beginnen noch Endungen wie „.com“ oder „.net“ enthalten, damit er nicht mit einer Internetadresse verwechselt werden kann. Groß- und Kleinschreibung spielt keine Rolle, weil ohnehin alles klein dargestellt wird.
Der Nutzernamen-Schlüssel als zusätzlicher Schutz
Ein Benutzername bedeutet zunächst, dass dich grundsätzlich jeder anschreiben kann, der ihn kennt. Genau dafür hat WhatsApp eine zusätzliche Sicherung eingebaut. Aktivierst du den sogenannten Nutzernamen-Schlüssel, reicht der bloße Name nicht mehr aus. Fremde müssen dann zusätzlich einen Code kennen, um dir überhaupt die allererste Nachricht schicken zu können. Für alle, die ihren Namen öffentlich verwenden, etwa auf einer Website oder einem Social-Media-Profil, ist das eine sinnvolle Bremse gegen unerwünschte Kontaktaufnahmen.
Das ist auch deshalb wichtig, weil unerwünschte Nachrichten selten harmlos sind. Wie die gängigsten Betrugsversuche über den Messenger funktionieren und woran du sie erkennst, habe ich dir ausführlich im Beitrag zu den verbreitetsten WhatsApp-Betrugsmaschen erklärt.
Was sich für deine Privatsphäre ändert
Der spürbarste Gewinn ist, dass deine Telefonnummer nicht mehr zwangsläufig sichtbar ist. Gerade in großen Gruppen, bei Kleinanzeigen oder im beruflichen Umfeld musstest du bisher immer abwägen, ob du deine Nummer wirklich preisgeben möchtest. Mit einem Benutzernamen entfällt dieser Zwang. Du gibst nur noch einen Namen weiter und behältst die Kontrolle darüber, wer dich tatsächlich erreichen kann.
Diese Neuerung ersetzt allerdings keine grundsätzliche Absicherung deines Kontos. Die Verifizierung in zwei Schritten bleibt genauso wichtig wie vorher. Wie du dein Konto rundum absicherst, liest du im Beitrag dazu, wie du WhatsApp sicher machst. Und falls dich der KI-Assistent im Messenger ohnehin stört, hilft dir mein Beitrag dazu, wie du Meta AI in WhatsApp loswirst.
Wann die Funktion bei dir ankommt
Der Rollout erfolgt gestaffelt. WhatsApp schaltet die Funktion nach und nach in verschiedenen Ländergruppen frei, bevor sie im weiteren Jahresverlauf allen Nutzern zur Verfügung steht. Es kann also gut sein, dass du die Option noch nicht siehst, während sie bei jemand anderem bereits auftaucht. Das ist kein Fehler und kein Grund, an den Einstellungen herumzuprobieren. Halte einfach deine App aktuell und schau nach jedem größeren Update kurz in dein Profil, ob der Eintrag erschienen ist.
Fazit
Der WhatsApp-Benutzername ist eine der sinnvollsten Neuerungen der letzten Zeit, weil er ein altes Datenschutzproblem an der Wurzel packt. Deine Telefonnummer muss künftig nicht mehr automatisch mitwandern, sobald du in einer Gruppe bist oder jemandem schreibst. Da jeder Name nur einmal vergeben wird, lohnt es sich, früh zuzugreifen und ihn zu reservieren, sobald die Option bei dir auftaucht. In Kombination mit dem Nutzernamen-Schlüssel und der Verifizierung in zwei Schritten hast du dann ein Konto, das deutlich besser geschützt ist als bisher.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein WhatsApp-Benutzername und wozu brauche ich ihn?
Ein Benutzername ist ein eindeutiger Name, den es auf WhatsApp nur einmal gibt und der anstelle deiner Telefonnummer angezeigt wird. Dadurch bleibt deine Handynummer privat, auch in Gruppen oder bei Kontakten, die dich nicht in ihrem Adressbuch haben. Die Funktion ist freiwillig, du kannst also weiterhin über deine Nummer erreichbar bleiben.
Ab wann kann ich meinen Benutzernamen reservieren und nutzen?
Die Reservierungsphase läuft nach aktuellem Stand seit Ende Juni 2026. Danach wird die Funktion in mehreren Wellen nach Ländergruppen freigeschaltet, bevor sie im weiteren Jahresverlauf weltweit verfügbar ist. Ob du sie schon nutzen kannst, siehst du in den Einstellungen unter deinem Profil, sobald deine App auf dem neuesten Stand ist.
Welche Zeichen sind im Benutzernamen erlaubt?
Der Name muss zwischen 3 und 35 Zeichen lang sein und darf nur Kleinbuchstaben, Zahlen, Punkte und Unterstriche enthalten. Mindestens ein Buchstabe ist Pflicht, eine reine Zahlenfolge funktioniert also nicht. Außerdem sind „www“ am Anfang sowie Endungen wie „.com“ oder „.net“ nicht erlaubt, damit der Name nicht wie eine Internetadresse aussieht.
Was ist der Nutzernamen-Schlüssel?
Der Nutzernamen-Schlüssel ist eine optionale Zusatzsicherung. Ist er aktiviert, reicht die Kenntnis deines Benutzernamens allein nicht aus: Fremde müssen zusätzlich einen Code kennen, um dir die erste Nachricht senden zu können. Das ist besonders sinnvoll, wenn du deinen Benutzernamen öffentlich verwendest, etwa auf einer Website oder in einem Social-Media-Profil.
Ist meine Telefonnummer danach noch sichtbar?
Wenn du einen Benutzernamen nutzt, wird dieser anstelle deiner Nummer angezeigt, sodass deine Telefonnummer nicht mehr automatisch sichtbar ist. Kontakte, die deine Nummer bereits gespeichert haben, sehen dich weiterhin wie gewohnt. Da die Funktion freiwillig ist, bleibst du ohne Benutzernamen unverändert über deine Nummer erreichbar.





